Schützenjugend zu Gast in Natzungen
Natzungen stand am Diözesanjungschützentag ganz im Zeichen der Schützenjugend. Zahlreiche Gäste aus dem gesamten Diözesanverband Paderborn waren in unseren Ort gekommen, um gemeinsam einen Tag voller Gemeinschaft, Tradition und spannender Wettbewerbe zu erleben.
Das Wochenende startete am Freitagabend mit einem gut besuchten Dämmerschoppen an der Gemeindehalle, zu dem auch viele Besucher aus den umliegenden Ortschaften gekommen waren.
Der Diözesanjungschützentag am Samstag begann mit einem feierlichen Gottesdienst in der St. Nikolaus Kirche. Die Messe wurde von Schützenpräses John Paul Thaikkadan gemeinsam mit Diözesanjungschützenpräses Tobias Kiene und Pastor i. R. Werner Lütkefend zelebriert. Für viele Teilnehmer war die Rückkehr von Werner Lütkefend nach Natzungen eine besondere Freude.
Im Anschluss formierten sich die angereisten Bruderschaften zum großen Festumzug durch die festlich geschmückten Straßen des Dorfes. Mehr als 600 Schützinnen und Schützen aus den verschiedenen Bezirken der Diözese nahmen daran teil. Musikalisch begleitet wurde der Umzug vom Musikverein Borgentreich, dem Musikverein Auenhausen sowie dem Spielmannszug Natzungen.
Nach dem Festumzug versammelten sich die Gäste an der Halle zum offiziellen Empfang. Diözesanjungschützenmeister Daniel Fromme begrüßte die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Ehrengäste und dankte allen Helferinnen und Helfern sowie der ausrichtenden Bruderschaft, die mit ihrem Einsatz die Durchführung des Diözesanjungschützentages ermöglicht hatten. In seinen Worten hob er hervor, wie wichtig ehrenamtliches Engagement und die Bereitschaft sind, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.
Auch Jungschützenmeister und Schriftführer Patrick Ide richtete einige Worte an die Anwesenden. Er betonte die Bedeutung der Jugendarbeit für die Zukunft des Schützenwesens und zeigte sich stolz auf die vielen jungen Menschen, die sich aktiv in den Bruderschaften engagieren. Tradition und Zukunft gehörten für ihn untrennbar zusammen und würden gerade bei einer Veranstaltung wie dem Diözesanjungschützentag sichtbar.
Besonders erfreut waren die Verantwortlichen darüber, dass Svenja Reher, Europakönigin 2022 der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte.
Neben den Schießwettbewerben um die Würden der Diözesanprinzen, Schülerprinzen und Bambiniprinzen erwartete die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Beim Maßkrugstemmen, Darts, Trampeltreckerrennen und beim Stapeln mit dem Minibagger konnten sich Jung und Alt messen. Für die jüngsten Gäste sorgte eine große Hüpfburg auf dem Sportplatz für viel Spaß.
Bevor die Veranstaltung langsam ausklang, wurden am Abend die Sieger der Fahnenschwenker- und Schießwettbewerbe geehrt, die bereits am 30. Mai in Borgentreich ausgetragen worden waren. Zudem wurden die neuen Diözesanmajestäten bekanntgegeben und feierlich proklamiert. Die Wettbewerbe um die Prinzenwürden fanden am Tag des Diözesanjungschützentages auf dem Schießstand in Borgentreich statt. Insgesamt gingen dabei 43 Teilnehmer an den Start: 11 Bambiniprinzen, 16 Schülerprinzen sowie 16 Bewerber um die Würde des Diözesanprinzen.
Die Ehrungen im Fahnenschwenken nahm Diözesanfahnenschwenkermeisterin Melanie Wasserkort vor. Erfolgreich waren dabei die Ortsgruppen aus Borgentreich, Neuenkirchen, Hövelhof und Wewer, die in den verschiedenen Wettkampfklassen vordere Platzierungen erreichten.
Der Mannschaftspokal im Schießsport kehrte erneut in den Bezirk Wiedenbrück zurück. Das Team mit Cäcilia Aistermann, Cederick Aistermann, Laura Westerwalbesloh und Laura Brummel sicherte sich den begehrten Titel.
Der Titel des Diözesan-Bambiniprinzen blieb in der Schützenbruderschaft St. Achatius Stukenbrock-Senne. Jona Janus setzte sich im Wettbewerb durch und errang die Auszeichnung.
Besonders spannend verlief erneut der Wettbewerb der Schülerprinzen und Schülerprinzessinnen. Wie bereits im Vorjahr entschieden Nuancen über die Spitzenplätze: Die Erst- und Zweitplatzierten erzielten jeweils 30 Ringe, sodass erst der bessere Teiler über den Sieg entschied. Auch die weiteren Platzierungen lagen eng beieinander und zeugten von einem hohen Leistungsniveau.
Am Ende sicherte sich Nele Deutloff von der St. Hubertus Schützenbruderschaft Lippling den Titel der Diözesanschülerprinzessin. Neuer Diözesanprinz wurde Florian Koch von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Schwaney.
Mit der Proklamation der neuen Diözesanmajestäten fand ein ereignisreicher Tag seinen würdigen Abschluss. Die St. Nikolaus-Schützenbruderschaft Natzungen blickt auf einen gelungenen Diözesanjungschützentag zurück und bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern, Gästen sowie den zahlreichen Teilnehmern, die zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben.
